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  Internationales Klostertaler Kutschentreffen
 

Seit 1992 wird das Klostertaler Kutschentreffen in Braz/Klösterle (Voralberg, Oesterreich) alljährlich durchgeführt und Andreas Hofstetter mit seinem 'Fünfer-Haflinger-Gesapann' an der Postkutsche war immer dabei.

Das Klostertaler Kutschentreffen erinnert an eine Zeit, in der Reisen noch viel mehr als heute ein Abenteuer war. Eine Zeit, in der die Reisenden vor dem gefahrenreichen und mühsamen Anstieg des Arlberges im Klostertal noch einen Rast machten.

Für den unbefangenen Gast und Besucher ein Gegensatz, der oberflächlicher Betrachtung nur schwer verständlich und begründbar scheint. Dennoch ist gerade das Klostertal mit seinen Ortschaften wie kaum eine andere Region prädestiniert, solche Treffen zu veranstalten und durch zu führen.

 

 
 

 

 
 
Bereits im 12. und 13. Jahrhundert führten Saumwege durch das Tal und über den gefürchteten Arlberg, die sowohl für die Soldaten der Kräuzzüge, aber auch für die damaligen Handelsbedürfnisse die einzige Möglichkeit geboten haben, von West nach Ost -und umgekehrt- zu gelangen. Waren es damals noch die Saumpferde, mit denen die Handelsgüter transportiert wurden, so bildeten sich aufgrund der wachsenden Bedeutung dieses Verkehrsweges bald sog. Rodverbände (Frächtereigen), die mit Pferdefuhrwerken den Güter- und z.T. auch den Personentransport im Tal und über den Pass bewerkstelligten.
 
 

Mit dem Ausbau der Strasse Landeck-Bludenz im Jahre 1824 war es auch für die KK-Post möglich, von der seit 1796 bestehenden Reiterpost auf eine regelmässige verkehrende Fahrpost (ab 1825) umzusteigen. Dabei stand den Reisenden einmal wöchentlich die schwarz-gelbe Postkutsche zur Verfügung.

 

 
 

 

 
 

Angesichts dieser Entwicklung, die das Fuhr- und Frachtwesen im Klostertal durchgemacht hat, sind die alljährlich durchgeführten Internationalen Kutschentreffen in hervorragender Weise geeignet, den heutigen modernen und mobilen Menschen, die Erschwernisse und Gefahren vor Augen zu führen, denen sich damals Fuhrleute und Reisende gleichermassen ausgesetzt sahen.

 

Werner Walser, Bürgermeister von Innerbraz